Minotaurus - für Zupforchester

Minotaurus
Der griechischen Sage nach herrschte auf Kreta der als gerecht und weise bekannte König Minos. Der Meeresgott Poseidon sandte ihm als Zeichen seiner Königswürde einen Stier, den er aber nicht wie versprochen opferte. Durch die göttliche Rache verliebte sich Minos' Gemahlin Pasiphae in den Stier. Aus dieser Verbindung gebar sie den Minotaurus, ein Ungeheuer mit Menschengestalt und Stierkopf. Minos sperrte den gefährlichen Minotaurus in das von Dädalus gebaute Labyrinth ein. Fortan musste er ihm alle neun Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge zum Fraß vorwerfen, die er als Tribut von den Athenern forderte. Von dieser Pflicht befreite der attische Königssohn Theseus das Volk: Mithilfe eines Garnknäuels (dem Ariadnefaden), das er von Minos' Tochter Ariadne erhalten hatte, fand und besiegte er den Minotaurus und entkam aus dem Labyrinth.
Der erste Teil (Intro) des Werkes beschreibt die Wellen der Ägäis (Gitarrenarpeggios), welche Kreta umspülen. Die Mandolinentremoli symbolisieren die Schaumkronen. Aus der Tiefe taucht Poseidon auf. Im zweiten Teil (6/8) wird Minotaurus geboren, wild und ungestüm stürmt er daher. Immer wieder unterbrechen sanfte Themen die Wildheit, es ist die Gutmütigkeit der Ariadne, die nicht den Tod ihres «Stiefbruders» will und ihn in ein Labyrinth einsperren lässt. Am Ende tötet Theseus Minotaurus (chromatische wilde Abwärtsbewegung und Tremoli) Mit zwei kräftigen Schwerthieben (Schlussakkord) wird Minotaurus niedergestreckt.

Tonbeispiele

 

 

Cover

Minotaurus
für Zupforchester

Trekel Hamburg
R 9539